Choeur Symphonique de Bienne

Ende des 18. Jahrhunderts war Joseph Haydn einer der erfolgreichsten und angesehensten Komponisten Europas. Zwischen 1790 und 1795 unternahm er zwei London-Reisen mit jeweils langen Aufenthalten dort. Dies war eine wichtige und sehr produktive Schaffensperiode für ihn. Es entstanden u.a. seine zwölf Londoner Sinfonien, Klaviersonaten und -Trios sowie Lieder nach englischen Texten.
Inspiriert von den Händelfestspielen in Westminster Abbey, begann er 1796 mit der Komposition seines Oratoriums „Die Schöpfung“. Das Libretto, welches ursprünglich für Händel bestimmt war, brachte Haydn aus England mit nach Wien. Nun musste der Text übersetzt werden. Mit dieser Aufgabe beauftragte er Baron Gottfried Bernhard Freiherr van Swieten. Die Arbeit erstreckte sich bis in den Frühling 1798. Die erste Aufführung, nur mit geladenen Gästen, fand am 29. April 1798 im Palais des Fürsten Ernst von Schwarzenberg statt.
Am 19. März 1799 ging im Wiener Hoftheater die erste öffentliche Aufführung mit grossem Erfolg über die Bühne.
Das Werk besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil werden die ersten vier Schöpfungstage mit der Erschaffung der Erde und der Gestirne behandelt. Im zweiten der fünfte und sechste Tag mit der Erschaffung der Tiere und der Menschen. Der dritte Teil zeigt die paradiesischen Freuden des siebten Tages.
Die Arbeit an der „Schöpfung“ war für Haydn besonders schwierig, er stand unter grossem Erwartungsdruck. Später schrieb er: „Nie war ich so fromm als bei der Komposition der „Schöpfung“. Täglich fiel ich auf die Knie und bat Gott, dass er mich stärke für mein Werk.“
„Die Schöpfung“ hat sich etabliert als eines der grossartigsten Oratorien aller Zeiten.

Chor

Unsere Solisten

Gesangstalente im Mittelpunkt unserer Show.

Andrea Suter

Andrea Suter, in Zürich geborene und in Basel lebende Sopranistin, studierte an der Hochschule der Künste Bern und an der Zürcher Hochschule der Künste und schloss ihr Studium mit einem Master of Music Performance mit Auszeichnung ab. Sie ist Preisträgerin zweier Migros-Wettbewerbe in den Jahren 2009 und 2010 und beherrscht sowohl Oper, Konzert als auch Kirchenmusik. Am Theater Basel trat sie in Rollen wie Grilletta, Oscar, Poussette und Gretel auf. Im Jahr 2016 brachte sie die Kinderoper Reise nach Tripiti zur Uraufführung und spielte die Dorina in Händels Orlando. Als gefragte Oratoriensängerin hat sie bedeutende Werke wie Rossinis Petite messe solennelle und Mozarts große Messe in C-Moll interpretiert.

René Perler

René Perler, Bassbariton, wurde 1972 in Freiburg geboren. Er begann sein Gesangsstudium am Konservatorium in Freiburg und setzte es in Bern, London und Zürich fort. Er schloss 2001 an der Musikhochschule Winterthur Zürich mit einem Virtuosendiplom ab und studierte außerdem Musikwissenschaft und Geschichte an der Universität Freiburg. Er arbeitet mit renommierten Dirigenten wie William Christie und Michel Corboz zusammen und trat bei renommierten Festivals in ganz Europa auf. Er hat Rollen an den Opernhäusern von Freiburg und Neuchâtel übernommen und eine Schweizer Tournee mit Händels Acis & Galatea absolviert. Er wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet und ist für seine Interpretationen von Liedern und Barockopern bekannt.

Remy Burnens

Der junge Berner Tenor Remy Burnens hat sich schnell einen Ruf als gefragter Sänger von Mozart- und Belcantopartien in der Schweiz und im Ausland erarbeitet. Gelobt für sein warmes Timbre, klare Diktion und beeindruckende Koloraturen, trat er u.a. am Opernhaus Zürich und Luzerner Theater auf. Als gefragter Konzert- und Liedsänger mit einem breiten Repertoire von Barock bis Moderne arbeitet er regelmäßig mit historischen Ensembles und ist auf mehreren CDs zu hören. Remy studierte bei Peter Brechbühler in Luzern und Malcolm Walker in Paris. Er wurde als bester europäischer Sänger beim Galakonzert der Jeunes Ambassadeurs Lyriques 2021 in Montréal ausgezeichnet und hat mehrere Preise und Stipendien erhalten.