König David – Davide Penitente

König David wurde in zwei Versionen veröffentlicht: 1921 als Bühnenmusik für das lyrische Drama von René Morax, das 1921 im Théâtre du Jorat in Mézières uraufgeführt wurde, und 1924 als Oratorium, das neu instrumentiert und 1923 in Winterthur in deutscher Sprache und 1924 in Paris (Salle Gaveau) in französischer Sprache uraufgeführt wurde.
Das Werk ist vom Leben des Königs David inspiriert. Es besteht aus drei Teilen und siebenundzwanzig Bildern. Die gesungenen Teile werden von drei Solisten (Sopran, Mezzosopran und Tenor) und einem gemischten Chor bestritten. Die gesprochenen Teile werden von einer männlichen Rolle, dem Rezitator, und einer weiblichen Rolle, der Pythonisse, bestritten.
René Morax, Leiter des „Théâtre de Jorat“ von Mézières bei Lausanne, hatte für die Wiedereröffnung nach dem 1. Weltkrieg ein Stück über den Werdegang des Hirten David zum König und Propheten geschrieben. Wer sollte die Musik schreiben? Ernest Ansermet empfahl Honegger, den jungen Schweizer, der in Paris lebte und der die Aufgabe übernahm und löste.
Die Aufführungen begeisterten das Publikum, und Honegger schrieb das Werk um zu einem Oratorium für den Konzertsaal, mit größerem Orchester und mit einem Erzähler, der die szenischen Elemente übersetzte. Diese Rolle übernimmt am 11. Mai 2014 Patrick Lapp aus Gimel, der bekannte Moderator vom Westschweizer Radio.
Stabat Mater 2013

Dvořák komponierte sein Stabat Mater zwischen 1875 und 1877, einer sehr schmerzhaften Zeit für ihn und seine Familie, da er innerhalb von 18 Monaten seine Kinder Josefa, Ruzena und Otakar verlor. Es ist ein außergewöhnliches Werk, das alle Emotionen enthält, die man in einer solch grausamen Zeit empfinden kann: Trauer, Revolte, Glaube und Zuversicht. In diesem Werk, in dem der Chor die Hauptrolle spielt, befasst sich Dvořák mit allen Facetten des Chorgesangs.
Antonin Dvořák wurde am 8. September 1841 als ältestes von neun Kindern in Nelahozeves (Böhmen) geboren. Bereits mit sechs Jahren erhielt er Geigenunterricht. Sein Vater erkannte schnell die musikalischen Fähigkeiten seines Sohnes und schickte ihn 1853 zu seinem Onkel nach Slonice, wo er Deutsch lernte und sich mit Klavier und Orgel beschäftigte. Er setzte seine Studien in Kamenice fort und wurde 1857 an der Orgelschule in Prag angenommen, wo er bis 1859 blieb. Dann trat er der „Prager Kapelle“ von Karel Komzak bei, wo er den Bratschenpart spielte. Dieses Orchester, das zum provisorischen Theater in Prag gehörte, wurde 1865 als Opernorchester engagiert.
Der erstaunlich begabte junge Musiker bewunderte seinen Landsmann Smetana (1824-1884). Er studierte dessen Werke sowie die anderer Meister und brachte sich das Komponieren autodidaktisch bei.
1873 heiratete Dvořák Anna Cernakova, die ihm neun Kinder schenkte. Während er erste lokale Erfolge erzielte, erkannte eine Wiener Jury die Qualität seiner Kompositionen und gewährte ihm ein Stipendium, das fünf Jahre in Folge verlängert wurde. Dies ermöglichte ihm, mit Johannes Brahms in Kontakt zu treten, der sein Freund wurde und ihm sein ganzes Leben lang seine Freundschaft zeigte.
Sein Stabat Mater, die Slawischen Tänze und eine Reihe von Symphonie-, Vokal- und Kammermusikwerken machten ihn berühmt. In England war er sehr beliebt. Dvořák reiste neunmal dorthin, um seine Werke zu dirigieren. In London dirigierte er selbst sein Stabat Mater vor 12.000 begeisterten Zuhörern. Auf Tschaikowskis Initiative hin verlangte Russland seinerseits nach ihm. Der tschechische Komponist wird eine Tournee nach Moskau und St. Petersburg unternehmen (März 1890).
Er ist in der gesamten Musikwelt berühmt und wird von 1892 bis 1895 zum Direktor des Nationalkonservatoriums in New York ernannt. Sein erstes in den USA komponiertes Werk war die 9. Symphonie, die sogenannte „Symphonie der neuen Welt“. Ihr Erfolg war überwältigend. 1985 kehrte er in seine Heimat in Böhmen zurück und kaufte in Prag einen Palast, den er „Villa Amerika“ nannte und der heute das Dvořák-Museum beherbergt.
Die letzten Jahre seines Lebens widmete er vor allem der Komposition von Opern, von denen die berühmteste Rusalka bleibt, die 1901 uraufgeführt wurde. Er starb am 1. Mai 1904 in Prag. Seine Frau Anna, die er über alles auf der Welt liebte, lebte bis 1931.
Requiem von Verdi

Donnerstag
3. Mai 2012, 20 Uhr
Kongresshaus Biel/Bienne
Freitag
4. Mai 2012, 20h
Aula der Universität Freiburg
Sonntag
6. Mai 2012, 17 Uhr
Kulturcasino Bern
Brigitte Hool Sopran
Janina Baechle Mezzosopran
Bernhard Gärtner Tenor
Istàn Kovàcs Bass
François Pantillon Leitung
Requiem

Missa Solemnis
Sonntag
6. Februar 2011, 17 Uhr
Kongresshaus Biel/Bienne
Inès Schaffner Sopran
Nina Amon Alt
Hans-Jürg Rickenbacher Tenor
Stephan Imboden Bass
François Pantillon Leitung
Freischützmesse – Die erste Walpurisnacht

Samstag
März 2010, 20h
Sonntag
März 2010, 17h
Deutscher Tempel Biel/Bienne
Muriel Schwarz Sopran
Nina Amon Alt
Raphaël Favre Tenor
Marc-Olivier Œtterli Bass
François Pantillon Leitung
